Flüchtlinge feiern Summertime-Party

Sommerfest in der Landeserstaufnahmestelle für Asylbewerber (LEA) in der Industriestraße in Kooperation mit der Popakademie

Musik verbindet und beflügelt: Auf die Bewohner der Landeserstaufnahmestelle in der Industriestraße (LEA) wartete vergangene Woche ein ganz besonderes Fest. Bei der „Summertime-Party“ wurde unter anderem die gelungene Zusammenarbeit zwischen der LEA und der Popakademie Baden-Württemberg mit ihrem Lehrstuhl „Vermittlung Populäre Musik“ gefeiert.  Seit letztem Jahr probt Tobias Reiter, zurückgehend auf die Initiative der Geschäftsführung der Popakademie, einmal in der Woche für etwa zwei Stunden mit den Bewohnern und Bewohnerinnen der Unterkunft.


„Das ist ein spannendes Projekt, das uns durch die finanzielle Förderung durch den Innovationsfonds Kunst des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg ermöglicht wird. Ähnlich wie in unserem Weltmusik-Studiengang entsteht hier Musik mit einem transkulturellen Ansatz. Westliche Einflüsse werden dabei mit der Kultur der jeweiligen Herkunftsländer der Asylbewerber verbunden. So treten neue Musikrichtungen zutage und verschmelzen miteinander. Für den einen oder anderen Teilnehmer stellt das Projekt zudem eine Art Türöffner dar für ein späteres Studium bei der Popakademie. Potenziale können hier allemal entdeckt werden“, betont der künstlerische Direktor der Popakademie Baden-Württemberg, Prof. Udo Dahmen, als er von dem Projekt berichtet.


Tobias Reiter, Mitarbeiter der Musikvermittlung, ergänzt „Wir stellen nach all den Monaten fest, wie sich mittlerweile eine fester Kern an Musikern und Musikerinnen der LEA herauskristallisiert hat, die begeistert drauflosjammen können und dabei ihre eigenen kulturellen Wurzel zum Klingen bringen.“

 

So hatten die Flüchtlinge aus Gambia, Ghana, Senegal, China, Somalia, Nigeria, Kamerun, Kosovo, Türkei, Pakistan und anderen Ländern sichtbaren Spaß zu feiern, zu tanzen und gemeinsam zu musizieren. Der Stolz auf das Projekt und die Freude, aus dem Alltag der Unterkunft herauszutreten, waren dabei deutlich zu spüren.

„Das heutige Fest ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie Musik die Menschen zusammenbringt. Denn beim Musizieren  zählen weder Herkunft noch Sprache. Gut, dass wir mit der Popakademie einen Partner gefunden haben, dem es mit pädagogischem Geschick gelungen ist, die Kreativität der geflüchteten Menschen zu aktivieren“,  resümiert  Matthias Weber als geschäftsführender Direktor des Diakonischen Werks Mannheim.

 

„Die Bewohnerinnen und Bewohner haben die Möglichkeit, ihr musikalisches Talent zu entdecken und auszuleben. Sie kommen in Kontakt mit der Nachbarschaft und den Studenten der Popakademie. Jeder bringt seine Kultur mit, und im gemeinsamen Musizieren entsteht ein Miteinander, bei dem jeder vom anderen etwas lernen kann“, sagt

Caritas-Abteilungsleiterin Sigrid Kemptner.

Organisiert haben das Fest die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sozial- und Verfahrensberatung unter Leitung der Teamkoordinatoren Stefan Hauschild (Diakonie) und Susanne Bachmann (Caritas). Unterstützt wurden sie dabei von Ehrenamtlichen und den Bewohnern der LEA, sowie durch das Regierungspräsidium Karlsruhe.  

 

Für das leibliche Wohl sorgten die Jugendlichen von youngcaritas,  dem Ehrenamtsdienst des Caritasverbandes für junge Menschen. Ein buntes, ebenfalls international aufgestelltes Fingerfood-Buffet erfreute die Festbesucher.

Die Verfahrens- und Sozialberatung unterstützt und berät Flüchtlinge in den Landeserstaufnahmeeinrichtungen in asyl- und sozialrechtlichen Fragen. Darüber hinaus hat sie verschiedene Projekte entwickelt, die Flüchtlingen das Leben in Deutschland näherbringen und erleichtern. 

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