Jugendtreff Wallstadt: Freie Bahn für Graffiti-Künstler

Graffiti-Aktion sorgt für Begeisterung

Der Kreativität ihren Lauf lassen: Bereits vor ein paar Jahren kursierte die Idee, mit den Kindern und Jugendlichen eine Graffiti-Aktion durchzuführen.

Die Prämisse, der öffentliche Raum dürfe dabei natürlich nicht beschmiert werden, berichten die beiden Sozialarbeiter Bettina Grasser und Mathias Burgenmeister. Die Kinder haben überlegt, lange nach Ideen gesucht. Im Oktober dieses Jahres war es nun so weit, der Jugendtreff bietet seinen Kindern und Jugendlichen ab sofort Graffiti-Nachmittage an. Dank der im Frühjahr stattfindenden Stadtteilkonferenz 68Deins konnte die Idee umgesetzt werden. Auf „legalen Wege“, wie es auch Mathias Burgenmeister betont, darf nun gesprüht werden. Unterstützt werden die Kinder dabei von Street-Art-Künstlerin Steffi Peichal. 


Begeisterung bei der Graffiti-Aktion: "Auf sechszehn Meter darf nun gesprüht werden". Foto DW/Lammer. 

Beteiligungsprozess im ganzen Stadtteil

Alle Kinder strahlen und sind gespannt, endlich geht es los: die neue Graffiti-Wand wird eingeweiht. „Unseren herzlichen Dank möchten wir an den Bezirksbeirat Wallstadt richten“, sagt Bettina Grasser. Durch dessen finanzielle Unterstützung sei die Holzwand errichtet worden. Auf sechszehn Meter darf nun gesprüht werden. Auch die Firma „Montana-Cans“ unterstützt das Projekt dankenswerter Weise mit Sprühdosen, so dass man direkt loslegen könne, ergänzt der Kollege Mathias Burgenmeister. 

„Ich weiß noch ganz genau, wie mich die Tatsache fasziniert hatte, zu malen, ohne dabei die Wand zu berühren“, erzählt Steffi Peichal vom Studio68, wenn sie von ihrer eigenen ersten Berührung mit dem Thema Graffiti spricht. Mehr als dreißig Jahre sind es mittlerweile, die sie sprayt. Der Jugendtreff Wallstadt habe sie angesprochen, ob sie denn mal nicht Lust habe, die Kinder anzuleiten. Zehn Kinder im Alter zwischen zehn und zwölf Jahren haben sich für die Graffiti-Aktion angemeldet. „Das ist nicht immer ganz einfach. Man muss etwas umdenken“, erzählt sie. Es sei eben anders als auf dem Papier. Das merkt auch der 11-jährige Niko, der sich als Character eine Spielfigur überlegt hat. Immer wieder gehen die Kinder einen Meter auf Abstand, um ihr Werk zu begutachten. „Die Begeisterung ist groß“, sagt Bettina Grasser, Sie und ihr Kollege Mathias Burgenmeister arbeiten beide seit 2015 im Jugendtreff Wallstadt. „Das Graffiti bietet den Kindern eine Möglichkeit sich auszudrücken, auch etwas Eigenes mit der Öffentlichkeit zu teilen“, berichtet Steffi Peichal. Sie selbst war einige Jahre im Ausland, und hat auch im Rahmen von Traumabewältigung mit Kindern und Jugendlichen an Wänden gestanden.

Seit 2013 gehört der Jugendtreff Wallstadt zur festen Anlaufstelle für Kinder- und Jugendlichen. In Trägerschaft des Diakonischen Werks Mannheim bietet er in unmittelbarer Nähe zur Sportvereinigung Wallstadt, mit großem Außengelände, mitten im Grünen, viel Platz für Spiel und Spaß. Wenn es kalt ist und die Witterung es nicht zulässt, bieten zwei große Aufenthaltsräume mit Chill-Ecke, Gesellschaftsspielen, Tischkicker, Billard und Darts Abwechslung und gemütliche Atmosphäre, eine Küche die Möglichkeit für gemeinsames Kochen. www.jugendtreff-wallstadt.de (JeLa)

 

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