Neue Leitungsstruktur für Diakonie-Sozialstation Mannheim

Direktor Michael Graf übernimmt kommissarisch Geschäftsführung

Michael Graf, Direktor des Diakonischen Werks Mannheim, übernimmt zum 1. Dezember die kommissarische Geschäftsführung der Diakonie-Sozialstation Mannheim.

Jessika Tirandazi, bisherige Geschäftsführerin und Abteilungsleiterin für „Gesundheit & Pflege“, verlässt die Organisation auf eigenen Wunsch. Eine Ausschreibung für eine neue Geschäftsleitung sei umgehend veranlasst worden, so Direktor Michael Graf. „Eine fachgerechte Wiederbesetzung ist uns leider bis dato nicht gelungen. Uns ist es wichtig, dass diese Arbeit zum Nutzen der rund 470 pflegebedürftigen Kundinnen und Kunden reibungslos fortgesetzt wird“, das sei prioritär zu gewährleisten. Die Diakonie-Sozialstation Mannheim trage eine große Verantwortung gerade in Zeiten wie der Energie- und Inflationskrise, wie wir sie heute verleben. 

Michael Graf bedankt sich bei Jessika Tirandazi für ihr jahrelanges Engagement. Sie habe sich, während ihrer insgesamt 12-jährigen Tätigkeit als Diplom-Betriebswirtin beim Diakonischen Werk und bei der Diakonie-Sozialstation, immer anwaltschaftlich für die Kundinnen und Kunden, Alte und Kranke, eingesetzt und sozialpolitisch in der Öffentlichkeit positioniert. Zuletzt gerade in Zeiten der Pandemie kämpfte sie dafür gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen die Pflege für die Kunden auch bei hohen Inzidenzen aufrechtzuerhalten. In kürzester Zeit entwickelte Jessika Tirandazi mit ihrem Team einen Pandemieplan, um die Versorgung in der Häuslichkeit sicherzustellen. „Wir bedanken uns für ihr starkes Engagement und wünschen ihr für ihren weiteren beruflichen und privaten Weg viel Erfolg.“

Corona, Inflation und Energiekrise 

Auch in der Diakonie-Sozialstation Mannheim sei die Inflation und Energiekrise deutlich wahrzunehmen. Kunden des ambulanten Dienstes mit Sitz in Käfertal sähen sich teilweise gezwungen Leistungen zu kürzen. „Großer Treiber sind natürlich die steigenden Energiekosten“, sagt Rebecca Gilbert, Pflegedienstleitung der Diakonie-Sozialstation Mannheim. Deutlich merke man das in allen Bereichen. „Unsere Klientel sind Rentner und Rentnerinnen, die monatlich eine kleine Rente beziehen, zum Teil alleinlebend, die bereits in der Vergangenheit gerade so über die Runden kamen.“ Nach der Corona-Pandemie habe sich die Situation erneut zugespitzt.

Mit ihrem ambulanten Pflegeangebot leistet die Diakonie-Sozialstation Mannheim ein bedarfsorientiertes und vollumfängliches Unterstützungsangebot für Menschen, die zu Hause leben. Als „Koordinatorin“ zwischen den einzelnen Akteuren wie beispielsweise den Krankenhaus-, Sozialdiensten oder Hausärzten leistet sie gemeinsam mit der Nachbarschaftshilfe Hilfe über das übliche Maß der medizinischen und pflegerischen Grundversorgung hinaus.

Insgesamt sind in Mannheim laut Statistischen Bundesamt derzeit über 10.321 Menschen pflegebedürftig. 1.904 davon werden ambulant über Pflegedienste versorgt, 780 über die Diakonie-Sozialstation Mannheim. In Mannheim sind bei der Evangelischen Kirche 60 hauptamtliche Pflege- und Hauswirtschaftskräfte für mehr als 470 Pflegebedürftige tätig. Über die organisierte Nachbarschaftshilfe unterstützen zusätzlich 200 ehrenamtliche Nachbarschaftshelfern jeden Monat pflegebedürftige Menschen in der Häuslichkeit. Bundesweit unterstützt die Diakonie rund 153.000 hauptamtlich Mitarbeitende, 1.750 ambulante Pflegedienste und Beratungsstellen und 2.755 Pflegeheime. 

Die Geschäftsführung der Diakonie-Sozialstation Mannheim gehört laut Geschäftsordnung der Ev. Kirche in Mannheim zur Geschäftsführung des Diakonischen Werks Mannheim und fällt im Falle einer Vakanz an diese zurück. (JeLa)

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