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Ab 17. Mai wieder öffentliche Gottesdienste in Mannheim

Online-Angebote und geöffnete Kirchen bleiben bestehen

(06.05.2020, Mannheim) Am 17. Mai finden in Mannheim die ersten Gottesdienste seit dem Corona-Verbot statt. Darauf haben sich die Evangelische und die Katholische Kirche verständigt. „Wir beginnen schrittweise und mit großer Sorgfalt“, sind sich die Dekane Ralph Hartmann und Karl Jung einig.

 

Seit 17. März waren keine öffentlichen Gottesdienste mehr erlaubt, jetzt öffnen evangelische und katholische Kirchen wieder ihre Türen für Gottesdienste. In Mannheim geschieht das in ökumenischer Verbundenheit. Viele der Gotteshäuser waren seit Mitte März für das stille Gebet geöffnet und bleiben das weiterhin. Ab Sonntag, 17. Mai, wird es nun in ausgewählten Kirchen wieder öffentliche Einladungen zum Gottesdienst geben. 

Viele Gläubige sehnen sich danach, dass Gottesdienste wieder stattfinden können, wissen die Dekane Ralph Hartmann und Karl Jung. Eine Rückkehr in Vor-Corona-Zeiten wird wegen der notwendigen Schutzmaßnahmen nicht möglich sein. Die Einladung zu Gottesdiensten erfolge aus dem Herzen und mit großem Bedacht, betonen beide Dekane, denn der Schutz von Gesundheit und Leben seien ein Gebot der Nächstenliebe. Aktuell erarbeiten die Gemeinden und Seelsorgeeinheiten Konzepte, die die Vorgaben mit den örtlichen Gegebenheiten verbinden. Bindend sind dabei die Maßnahmen, die die Evangelische Landeskirche und die Erzdiözese Freiburg festgelegt haben.  

Evangelische Kirche: Schrittweise in regional ausgewählten Kirchen  

„Wir haben intensiv abgewogen zwischen der Verantwortung für Gesundheit und dem Bedürfnis nach gemeinsam in unseren Kirchen gefeierten Gottesdiensten. In unseren sieben Regionen haben sich die Gemeinden auf zwölf Kirchen verständigt, die unter den besonderen Bedingungen mit Gottesdiensten beginnen“, sagt Dekan Ralph Hartmann. Einschneidend wird bei der Freude über den Gottesdienst sein, dass unter den aktuellen Schutzmaßnahmen das Abendmahl als erlebte Gemeinschaft nicht authentisch umsetzbar ist. Auch das für die Gemeinschaft und die liturgische Tradition so wichtige gemeinsame Singen wird vorerst nicht möglich sein. Ob und wie unter den vorgegebenen Voraussetzungen Gottesdienste gefeiert werden, ob analog oder digital, entscheiden die Gemeinden vor Ort und in regionaler Absprache.  

Katholische Kirche: Start zum frühestmöglich verantwortbaren Zeitpunkt  

„Die Auflagen sind umfangreich und für katholische Gottesdienste mit Eucharistiefeier hinsichtlich des Infektionsschutzes berechtigterweise weitreichend und streng,“ erklärt Dekan Karl Jung „Um all das zu organisieren, Liturgen entsprechend zu schulen und die Gläubigen ausreichend informieren zu können, ist der Termin 17. Mai für mich der frühestmöglich verantwortbare Zeitpunkt“. Schließlich gehe es bei allen einzuhaltenden Schutzmaßnahmen auch um eine würdige Feier des Gottesdienstes, gerade weil so vieles liturgisch Gewohntes – vom Gemeindegesang bis hin zum Friedensgruß – auch weiterhin nicht möglich sein werde. 

Die Online-Angebote, mit denen beide Konfessionen gute Erfahrungen gemacht haben, bleiben bestehen. Livestreams und Präsenzen auf youtube-Kanälen machen Gottesdienste und Andachten in den sozialen Netzwerken rund um die Uhr erlebbar. Auch die Mannheimer Fernsehgottesdienste, die sonntags ausgestrahlt und anschließend online abrufbar sind, werden weitergeführt, vorerst bis zum Pfingstsonntag am 31. Mai. (dv/schu)  

BU: Dekane Ralph Hartmann und Karl Jung bei einem gemeinsamen Termin vor Corona. Foto: kathma.

 

 

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