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Pflegeheimträger appellieren an Angehörige, Kontakte einzuschränken

Caritas und Evangelische Pflegedienste: Zu wenig Personal für die Schnelltests

Vor dem Hintergrund der steigenden Infektionszahlen und der Allgemeinverfügung der Stadt Mannheim appellieren die beiden kirchlichen Pflegeheimträger, der Caritasverband Mannheim und die Evangelischen Pflegedienste Mannheim, an alle Angehörigen, ihre Besuche in Pflegeheimen freiwillig einzuschränken.

 

„Wir müssen abwägen zwischen dem Bedürfnis unserer Anvertrauten und ihrer Familien an sozialen Kontakten und einer größtmöglichen Sicherheit vor Ansteckung“, sagt Regina Hertlein, Vorstandsvorsitzende des Caritasverbands Mannheim. „Uns ist bewusst, dass es gerade mit Blick auf Weihnachten extrem schwerfällt, sich kaum zu sehen, aber wir müssen die Infektionsgefahr minimieren. Außerdem bitten wir um Verständnis, dass unser Pflegepersonal mehr denn je in Pflege und Betreuung gebraucht wird und wir deshalb nicht so viele Schnelltests anbieten können wie wir möchten.“  

Laut der seit 4. Dezember geltenden Allgemeinverfügung ist der Zutritt zu Pflegeheimen nur erlaubt, wenn Besucher vor Ort einen PoC-Antigen-Schnelltest durchführen lassen und dieser negativ ist. Alternativ müssen sie einen negativen Schnelltest vom gleichen Tag vorlegen oder einen negativen PCR-Test, der maximal 48 Stunden alt ist.  

„Uns fehlt schlicht das nötige Personal, um alle Besucherinnen und Besucher testen zu können. Die Pflegekräfte sind sowieso schon am Limit, und ihre erste Aufgabe ist die Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner“, sagt Mathias Pews, Geschäftsführer der Evangelischen Pflegedienste Mannheim. Dennoch werde alles getan, um Heimbesuche unter den entsprechend strengen Auflagen zu ermöglichen.

 

Beide Träger suchen dringend nach Fachpersonal, das bei den Testungen unterstützt. Zwar sei es theoretisch möglich, Menschen ohne Pflegekenntnisse im Testen zu schulen, allerdings habe die Erfahrung gezeigt, dass diese sich das nicht zutrauen, so Pews. Und Fachkräfte, die bereits in Rente sind, gehören selbst zu den vulnerablen Zielgruppen. „Wir rufen deshalb die Stadt Mannheim und die Landesregierung dazu auf, Heime mit allen verfügbaren Kräften zu unterstützen, sei es der Medizinischen Dienste, von Medizinstudierenden, der Bundeswehr und von Hilfsorganisationen wie dem THW“, sagt Regina Hertlein.  

Der Caritasverband Mannheim ist Träger von zehn Pflegeheimen, acht davon in Mannheim, sowie von vier Wohnheimen für psychisch Erkrankte, für die die Allgemeinverfügung ebenfalls gilt. Die Heime haben jeweils Besuchstage und Besuchszeiten festgelegt, um die Schnelltests mit dem vorhandenen Personal zu bewältigen.

Die Evangelischen Pflegedienste Mannheim betreiben vier Einrichtungen, in denen die gleichen Regeln gelten. (juk)

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