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Pressemeldungen

"Pflege ist wertvoll"

Internationaler Tag der Pflege: Diakonie-Sozialstation zieht Bilanz

Für die Diakonie-Sozialstation Mannheim gibt es keinen besseren Zeitpunkt als den jetzigen um die gesellschaftliche Relevanz von Pflege herauszustellen. 

Was man eben nicht sieht, wird oft nicht wertgeschätzt. In Zeiten wie diesen wird die tägliche Arbeit des ambulanten Pflegedienstes aber sichtbarer denn je. Zum internationalen Tag der Pflege am 12. Mai zieht die Diakonie daher eine nüchterne Bilanz. Im Corona-Jahr ist die Nachfrage nach Unterstützung im Haushalt und pflegerischer Versorgung, sowie die Anzahl an Beratungsgesprächen zunächst rückläufig gewesen, hat sich dann aber wieder erholt. Der rückläufige Trend hing mit der Angst vor Ansteckung zusammen. Gleichwohl stieg der Bedarf an Hilfeleistungen im Bereich Haushalt, insbesondere beim Einkauf von Lebensmitteln. Trotz Corona sind Menschen auf die alltäglichen Dinge des Lebens angewiesen. Ausblickend steht für die Diakonie-Sozialstation Mannheim dennoch eines fest: es braucht qualifiziertes Fachpersonal, um in Zeiten akuten Personalmangels gegenzusteuern, menschenwürdige Pflege möglich zu machen und zu Pflegende dabei zu unterstützen, so lange wie möglich selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden zu wohnen.

Pflege kostet Geld – Pflegekraft ist nicht nur „Hilfspersonal“

Vordringlich ist aus Sicht der Diakonie-Sozialstation Mannheim, die Aufwertung und bessere Vergütung des Pflegeberufs. Dafür müsse vor allem in die Ausbildungskapazitäten und verbesserten Arbeitsbedingungen für das Pflegepersonal investiert werden. "Ein reibungsloser Ablauf in unserer Sozialstation und die Pflege und Versorgung unserer Kunden nach Plan, funktioniert nur, wenn es keinen personellen Engpass gibt" , sagt Jessika Tirandazi, Geschäftsführerin der Diakonie-Sozialstation Mannheim. Kompetente Fachkräfte zu gewinnen und auch junge Menschen für einen Beruf in der Pflege zu motivieren, sei nur mit entsprechender Vergütung und den optimalen Rahmenbedingungen möglich. Um die berufliche Attraktivität zu erhöhen, müsse zudem die Expertise der Pflegefachkräfte deutlich mehr anerkannt und wahrgenommen werden.

Der erste Schritt in diese Richtung wurde mit der Verabschiedung des Pflegeberufegesetzes zum 1.01.2020 gemacht. Kern des Pflegeberufegesetzes ist die Einführung einer dreijährigen, generalistischen beruflichen Ausbildung mit dem Abschluss "Pflegefachfrau"/"Pflegefachmann". Die Aufwertung des Pflegeberufs spielt dabei eine wesentliche Rolle, sie ist ein nachhaltiges Zeichen, wenn es um die Wertschätzung geht, was die Pflegeexperten nicht nur in der Corona-Pandemie, sondern tagtäglich leisten.

Digitale Vernetzung - Voraussetzung für gute Pflege

Gute Pflege bedeutet auch, in Kooperation zu gehen mit Ärzteschaft, Krankhaus und Krankenkassen, um eine ganzheitliche Versorgung zu ermöglichen. "Wir erproben derzeit die digitalen Möglichkeiten, die das Entlassmanagement zu bieten hat. So erhalten wir Versorgungsanfragen direkt aus der Klinik, manchmal auch von anderen Einrichtungen." Ein strukturierter Datenaustausch bei der Übergabe der Patienten aus einer stationären Behandlung an nachgelagerte Pflege- oder Rehaeinrichtungen, sei das A und O, berichtet Tirandazi.  

Mit ihrem ambulanten Pflegeangebot leistet die Diakonie-Sozialstation Mannheim ein bedarfsorientiertes und vollumfängliches Unterstützungsangebot für Menschen, die zu Hause leben. Als "Koordinatorin" zwischen den einzelnen Akteuren wie beispielsweise den Krankenhaus-, Sozialdiensten oder Hausärzten leistet sie gemeinsam mit der Nachbarschaftshilfe Hilfe über das übliche Maß der medizinischen und pflegerischen Grundversorgung hinaus.

Insgesamt sind in Mannheim laut Statistischen Bundesamt derzeit über 10.321 Menschen pflegebedürftig. 1.904 davon werden ambulant über Pflegedienste versorgt, 780 über die Diakonie-Sozialstation Mannheim. In Mannheim sind bei der Evangelischen Kirche 60 hauptamtliche Pflege- und Hauswirtschaftskräfte für mehr als 470 Pflegebedürftige tätig. Über die organisierte Nachbarschaftshilfe unterstützen zusätzlich 200 ehrenamtliche Nachbarschaftshelfern jeden Monat pflegebedürftige Menschen in der Häuslichkeit. Bundesweit unterstützt die Diakonie rund 153.000 hauptamtlich Mitarbeitende, 1.750 ambulante Pflegedienste und Beratungsstellen und 2.755 Pflegeheime. (JeLa)

 

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Pressereferentin
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Telefon: 0621 / 28 000 - 304

E-Mail: presse@diakonie-mannheim.de

 

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Assistenz
Stabsstelle Presse und Kommunikation
Haus der Evangelischen Kirche
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